Sonntag, 30. April 2017

[Rezension] Valentina Fast - Belle et la magie, Hexenzorn

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Belle et la magie, Band 2 von 2
Seiten: 480
Kauf: Kindle

Inhalt 

Seit die 17-jährige Isabelle Monvision aus ihrer Heimat verbannt wurde, ist nichts mehr, wie es mal war. Nicht nur hat sie ihre Hexenfähigkeiten vollständig eingebüßt, auch das Vertrauen zu Gaston ist mit den vergangenen Geschehnissen zu Bruch gegangen. Dennoch kämpft sie sich mit ihm und seinen Freunden durch die zahlreichen Gefahren des Magischen Waldes – wissend, dass sie nur im Reich auf der anderen Seite der Berge in Sicherheit sein kann. Mit allen Mitteln versucht Gaston sie auf dem unsicheren Weg dorthin zu beschützen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass dies nur der Anfang ist und Isabelle die Schlüsselfigur eines jahrhundertealten Krieges werden wird...


Meine Meinung

Geschichte

Am Anfang viel es mir zunächst schwer, wieder in das Buch zu finden. Es werden kaum Dinge rückblickend aufgegriffen und das der erste Band nun schon ein paar Monate zurückliegt, war nicht gerade hilfreich.
Dann jedoch nahm die Spannung immer weiter zu. Die Protagonistin wurde von Gräueltaten verfolgt und nach einiger Zeit sammelten sich die Charaktere. Dennoch fand ich ziemlich vorhersehbar, wer denn nun die Bösen und wer die Guten sind. Ganz nach dem Motto: Die, die sich friedlich verhalten sind Böse und andersrum.
Kniffelig wurde es dann, wenn man versuchte die Schlüsse hinter der Geschichte zu ziehen. Diese war komplex aufgebaut und es war schwer die Fakten zu entschlüsseln. Erst am Ende machte alles einen Sinn und ein großer Showdown wurde geliefert.
Die Liebesgeschichte war ein ewiges hin und her. Trotzdem habe ich geliebt, wie selbstsicher die Protagonistin ist. Anstatt klischeehaft zu schüchtern zu sein, um ihre Liebe zu gestehen, geht sie dem Problem offen entgegen, spricht den Mann ihres Herzens immer wieder darauf an. Einerseits endete es immer gleich, andererseits war es mal was anderes.
Es gab einen Zeitpunkt, an dem ich das Gefühl hatte auf der Stelle zu tappen. Die Probleme häufen sich und immer kommen die Charaktere zu dem Schluss, das etwas gemacht werden muss. Aber oftmals passiert nichts und ein weiterer Abschnitt vergeht mit einer erneuten Gräueltat oder den Beziehungen zwischen der Protagonistin und ihren Freunden. Auf der Länge war das deutlich spürbar.

Charaktere

Dadurch, dass so viele Charaktere am Start waren, nimmt man zu allen einen Bezug auf, doch bindet sich an niemanden. Durch die bunte Mischung durchlebt man alle Charaktereigenschaften von miesepetrig bis lustig, hinterhältig und geheimnisvoll. Durch die Länge des Buches war es möglich, dass die Autorin ihre Charaktere eine Entwicklung durchwandern lässt. Am Ende des Buches sind sie alle ein Stück weiser, haben etwas gelernt und haben eine größere Bindung zueinander. Mir gefielen sie sehr gut! Oftmals verliert man den Überblick, wenn sich die Charaktere häufen, doch dem ist hier nicht so.

Schreibstil & Sichtweise

Sehr detailreich beschreibt die Autorin ihr Umfeld, die Geschehnisse und Gefühle. Man ist mittendrin und wird durch das Buch gezogen. Durch die aufkommende Spannung und die immer verzwickteren Vorkommnisse, möchte man immer dran bleiben.
In erster Linie ist das Buch geschrieben aus Isabels Sicht in der Ich-Perspektive. Zwischendurch wechselt sie jedoch zu der Perspektive ihrer Freundin Sandrine.

Cover & Titel

Das Cover zeigt Isabel in ihrem Hexenmantel. Sie zieht in sich über den Kopf, als möchte sie verdeckt bleiben. Die Gestaltung ist dieselbe wie beim ersten Band, doch nun ist alles in ein feuriges rot gehüllt. Entsprechend dem Titel "Hexenzorn." Mit dem Ausdruck in Hexe Isabels Augen wird der Zorn deutlich. Beides fügt sich zu einem großen, passenden Ganzen.
Persönlich bin ich nicht der größte Fan von gleichbleibenden Covern. Andererseits sind neue immer wieder viel Arbeit.

Zitat

"Ich versuche gerade, meine Gefühle für dich loszuwerden. Es wird jedes Mal peinlicher, wenn wir darüber sprechen." 
- Position 3039

Fazit

Ein spannendes und mitreißendes Finale, welches gut durchdacht und sehr verzwickt gestaltet war. Jedoch war für mich vorhersehbar, wer Gut und wer Böse ist. Zudem hat sich das Buch an manchen Stellen durch Wiederholungen gezogen.





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